Sieben Jahre lang war ich beim UHC Dietlikon tätig. Zuerst nur als Teammanager und dann fast fünf Jahre Sportchef. Ich habe eine unvergessliche Zeit beim UHCD erlebt. Viele Erfolge und viele gute Freundschaften, aber auch eine gewisse Lebensschule…all das nehme ich mit in die Jahre. Während meiner Zeit in Dietlikon haben viele gute Spielerinnen das Trikot der Gelbblauen getragen. Noch heute sind Spielerinnen im Kader, die zur Weltklasse gehören. Ein grossartiges Team…dafür aber eine unwürdige Heimhalle. Wer kennt sie nicht, die Dietliker Hüenerweid? Unglaublich, dass wir in all dieser Zeit überhaupt berechtigt wurden unsere Heimspiel dort auszutragen…Wie oft hat man es versucht eine neue, moderne Dreifach-Turnhalle mit Zuschauer-Tribüne auf Gemeindegebiet aufzustellen. Der Goodwill war bei gewissen Politikern da, bei gewissen Parteien auch…bei anderen jedoch biss der Verein stets auf Granit. Eigentlich muss man von einem Skandal sprechen! Im Wahlkampf boten sie uns alle die Hand an, kaum gewählt, wollte niemand mehr etwas von einer neuen Halle wissen…heieiei die Politik…
Nun gut…die Titel haben wir auf fremden Boden gewonnen. Der Gemeinderat von Dietlikon zeigte sich auch stolz und unterstützte und immerhin finanziell. In Dietlikon wird auch heute noch bekanntlich in der Hüenerweid gespielt. Wer schon mal ein Spiel gesehen hat weiss, dass sich ihm im oberen Stock eine Sicht aufs Spielfeld bietet etwa wie im Stadion Letzigrund heute. Die Stahlstützen gleichen „Arianne5-Raketen“, der Ärger der Fans ist gross. Beim ersten Spiel unter diesen Verhältnissen, dem Heimspiel des FCZ gegen den FC Luzern hatte ich wirklich eine Art „Dejà-vu“.
Soweit sind wir schon. Wobei im Gegensatz zur Hüehnerweid machen der Heimstätte des FCZ bauliche Mängel zu schaffen. Die Politiker haben auch in diesem Fall Hilfe geboten. Das Thema „Stadion“ war im kürzlich geführten Wahlkampf für die Stadt-und Gemeinderatswahlen vom 8.März in Zürich der Dauerbrenner. Nun wird diskutiert. Man schiebt sich ein bisschen den Schwarzen Peter hin und her und weckt natürlich das Interesse der sonst schon hungrigen Medien. Unglaublich: Probleme mit der Heimstätte beim UHC Dietlikon und nun auch beim FC Zürich.
Fazit: du lebst für deinen Club, du fieberst genauso jedem Tor deiner Mannschaft entgegen. Wenn Du nicht aufs Spielfeld siehst, dann lass es Dir von einem Sitznachbarn nacherzählen. Wenn auch er nichts gesehen hat, dann bleibt noch das Fernsehen…im Unihockey dürften vielleicht am Ende einer Partie,in einer Halle mit
schlechter Sicht, die Team-Videos zum grossen Verkaufsrenner werden…vorausgesetzt natürlich, dass das eigene Team als Sieger vom Platz geht…
Giovi Marti

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