Wie jedes Jahr am ersten Märzsamstag ist es soweit: Die Cupfinals stehen vor der Tür. Ein Höhepunkt in der Karriere aller im Einsatz stehenden Spieler, ein Stelldichein der selbsternannten und tatsächlichen Unihockey-Prominenz auf der Tribüne und ein ungewohnt breites Zuschauer- und Medieninteresse. Dies alles macht den rundherum professionell organisierten und reibungslos durchgeführten Anlass zu einem Event, der seit Jahren einen festen Platz im Schweizer Unihockey-Kalender einnimmt. Natürlich geht es sportlich um Medaillen, einen der zwei zu gewinnenden Titel und die damit verbundene Berechtigung zur Teilnahme am Europacup-Qualiturnier.
Dennoch: Die Bedeutung der Cupfinals liegt vor allem im Erlebnis, die die für alle Beteiligten ungewohnte, oder zumindest nicht alltägliche, Atmosphäre mit sich bringt. Ein Spiel in der ausverkauften grössten Sporthalle ist etwas ganz anderes als ein gewöhnliches Qualispiel vor, wenn überhaupt, ein paar hundert Zuschauern. Keinesfalls unberechtigt wird oft die Floskel bemüht, dass es sich genau für solche Spiele lohnt, den beträchtlichen Aufwand der zahlreichen Stunden im Trainingsalltag auf sich zu nehmen. Wie stimmungsvoll der Rahmen am Cupfinal ist, zeigt sich auch im Vergleich mit der schwedischen Superliga: Dort liegen zwar die durchschnittlichen Zuschauerzahlen höher als in der Schweiz, Cup-Wettbewerb gibt es jedoch keinen (mehr). Über 3'000 Zuschauer hatte es in der aktuellen Saison bislang einmal, und auch in den Playoffs dürfte diese Zahl lediglich anlässlich des Finalspiels übertroffen werden – da dann allerdings deutlich.
Es mag zutreffen, dass nicht jede/r dem Cupfinal die gleich umfassende Bedeutung zumisst wie ich. Zugegeben ist obige Einschätzung nicht unwesentlich von meinem persönlichen Bezug zum Cupfinal abhängig. Wie sämtliche Vereinsmitglieder von Floorball Köniz, dem lokalen Organisator, hatte auch ich stets einen Helfereinsatz zu leisten. Zunächst fristete ich meist einem Laufburschen-Dasein im Bereich Buvette, bevors bei den letzten Austragungen dann darum ging, am Vorabend den internationalen Boden zu verlegen – welcher übrigens ein weiteres Pro-Argument aus der Spieler-Perspektive darstellt. Lediglich einmal konnten meine SML-Kollegen und ich uns vor dem Aufstellen drücken, weil wir uns wie diesmal Langnau und WaSa den Bubentraum erfüllten und selbst mit von der Partie waren. Dank dem Sieg über Wiler, notabene dem ersten, bei dem ich mittat, habe ich einen Cupsieg im Palmares, das – in Bezug auf Titel mit der Mannschaft auf Aktivebene – bis heute aus eben diesem Cupsieg besteht.
Um von der Nostalgieebene wieder in der Aktualität zurückzukehren: Ein Grund für die Popularität des Cupfinals ist auch sein Zeitpunkt. Er steht immer auch als Zeichen dafür, dass die entscheidende Phase der Meisterschaft eingeläutet wird. Zwar ist für drei der vier in der Quali bestklassierten SM-Ligisten die Spielzeit bereits beendet, trotzdem ist das Meisterrennen mit den bevorstehenden Halbfinals so richtig lanciert. Dasselbe gilt für die finnische und schwedische Liga, wo nächste Woche die Viertelfinals beginnen. Endlich geht’s los – mehr dazu in Kürze. Apropos:
In der Kürze…
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Die Quali-Ränge 2-4 out – sportlich cleveres Wählen funktioniert anders.
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Rychenberg-Chur, nicht direkt ein erwarteter Halbfinal. Schon gar nicht vor der Saison.
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Piranha-Burgdorf und Dietlikon-Red Ants, schon eher erwartet.
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Saisonende im Februar – besonders angenehm für die (potentiellen) Natispieler.
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Rechtzeitig auf die Playoffs ist es endlich weniger dunkel und kalt.
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„Sportwoche“ – komischer Ausdruck für eine unterrichtsfreie Woche, in der ich weniger mit Sport zu tun hatte als gewöhnlich.


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