Mittwoch, 28. April 2010

Das beste aus 25 Jahren Unihockey

Anlässlich des Galaabend zum 25-jährigen Geburtstag von Swiss Unihockey wurden den geladenen Gästen ein besonderer Leckerbissen geboten. In Zusammenarbeit mit dem TPC und SF DRS wurden die besten Unihockeyszenen der vergangenen 25 Jahren in einem Clip zusammengefasst. Vom Plastikstock, ganz kurzen Shorts bis hin zum WM-Titel der Damen kommt alles darin vor. Viel Spass! 

http://www.floorballstar.com/25-jahre-unihockey

Mittwoch, 21. April 2010

Gibt es einen richtigen Zeitpunkt für eine Trainerentlassung?

Es war gegen Mittag, am vergangenen Dienstag, dem 20. April. Ich sass alleine im ersten Stock, im leeren Raum oberhalb der Saalsporthalle. In diesem Raum hatte ich während meiner Unihockeyzeit wunderbare Zeiten erlebt: Europacup 2005 mit den Siegen von Wiler-Ersigen und den Red Ants aus Winterthur; vor allem aber wurden in diesem Raum viele Partys nach den Star Games gefeiert. Für einmal aber, gab es in diesem Raum etwas Ernstes, etwas Trauriges abzuhandeln. Ex-FCZ-Trainer Bernard Challandes stellte sich, einen Tag nach seiner Freistellung den Medien. Es war ein emotionaler Moment, den ich nie vergessen werden. Ich gehöre zu denen, die sehr gerne mit Bernard Challandes gearbeitet haben. Wir haben viel gesprochen, vor allem in den letzten Wochen, als ihm mit dem FC Zürich einfach nicht viel gelingen wollte. Merci Bernard – tu es un grand homme!

 

Es gibt aber auch solche, die nur darauf gewartet haben. „Endlich ist er weg“, hört man unter den Fans. Die Clubleitung habe zu lange gewartet…hmm…was heisst das? Haben die Unihockey Tigers mit Philippe Soutter und GC Unihockey mit Patrick Berweger auch zu lange gewartet? Die Meinungen sind geteilt. Gibt es denn tatsächlich einen richtigen Zeitpunkt für eine Trainerentlassung? Ich kann nicht mich nicht festlegen und sage deshalb ja und nein. Nehmen wir Bernhard Challandes Vorgänger Lucien Favre als Beispiel aus dem Fussball. Lucien Favre übernahm 2004 den FCZ. Die erste Saison lief es dem späteren Hertha BSC-Trainer überhaupt nicht in Zürich. Die Mannschaft rutschte auf den letzten Tabellenplatz ab und Favre stand kurz vor dem Rauswurf. Ehrenpräsident Sven Hotz aber hielt am Waadtländer fest, obwohl aus der Südkurve die „Favre raus“-Sprechchöre immer

lauter wurden. Für diesen Entscheid wurde Sven Hotz am 13. Mai 2006 belohnt. Der FC Zürich gewann nach einer Durststrecke von 25 Jahren den Schweizer Meister Titel. 2007

wurde konnte man den Titel gar verteidigen. Der Trainer bei beiden Titeln hiess: Lucien Favre.

 

Was in negativen Zeiten auch immer wieder zum Thema wird ist die Frage: „Erreicht der Trainer überhaupt seine Spieler noch?“ Nun, das ist so eine Sache. Müsste man nicht eher die Frage stellen: „Hören die Spieler dem Trainer überhaupt noch zu?“ Ja,denn oft frage ich mich. Eigentlich sollte man eben statt dem Trainer manchmal die Mannschaft feuern

können. Denn warum spielen die Spieler unter einem neuen starken Mann auf der Bank

plötzlich besser? Es liegt nicht nur an der Taktik…

 

Andere Beispiele zeigen, dass Entlassungen auch negative Folgen haben können. Der FC Aarau oder die AC Bellinzona beispielsweise habe diese Saison drei Trainerwechsel vollzogen. Beide Teams kämpfen immer noch ums Überbleiben in der Super League. Was lernen wir daraus? Bei Trainerentlassungen und darauf folgende Neuanstellungen braucht es  neben viel Fingerspitzegefühl vor allem Glück. Nicht jeder Trainerwechsel bringt nämlich den gewünschten Effekt. Einen Zeitpunkt den Trainer zu entlassen gibt es aber nicht. Er kommt einfach und dann ist er da, unerbittlich und gnadenlos. FC Sion-Präsident, der Trainerentlassungen bestens beherrscht sagte mal: „Ich bin nicht derjenige, der den Trainer feuert. Der Totomat, die Resultate entscheiden das Schicksal eines Trainers.“ Wie wahr und trotzdem frage ich mich ob eine Trainerentlassung nicht auch ein Alibi für eine schlechte Personalpolitik in einem Verein ist…wer weiss.

Giovanni Marti

Dienstag, 20. April 2010

In rot an die Länderspiele!

Am kommenden Wochenende ist Unihockey zu Gast im Zürcher Hauptbahnhof. Die Schweizer Herrennati spielt dabei gegen die besten Nationen Finnland,  Schweden und Tschechien. Ein Leckerbissen für alle Unihockeyfans.

Dies ist aber noch nicht genug:

 

Kommt in rot ins Stadion Hauptbahnhof und feuert die Nati zum Sieg!

 

Zusammen mit swiss unihockey und unseren Partnern Mobiliar und Ochsner Sport haben wir ein Fanpaket zusammengestellt. Zum 25 jährigen Jubiläum bekommen die Fans dieses Paket für CHF 25.00. Darin enthalten sind:

 

-       Ein original adidas Shirt mit „swiss supporter print“, Logos floorballstar.com und 25 Jahre swiss unihockey

-       Ein Cap Ochsner Sport

-       Schlüsselband

-       Klatschballone

-       Einen praktischen Schuhsack

 

Weitere Infos und Bilder unter www.swissunihockey.ch

Erhältlich ist dieses Paket ab Freitag 11.00 Uhr am Stand von floorballstar.com in der Unihockeyhalle des Zürcher HB. Solange Vorrat!

 

Daneben werden die Original Shirts Schweden und Schweiz und weitere Fanshirts angeboten. Ein Besuch lohnt sich!

Samstag, 17. April 2010

Die ULA AllStars

Als erstes Video in der Kategorie "Juniorenteams" geht der Grossclub Unihockey Langenthal-Aarwangen an den Start. Die Junioren E zeigen in einem dynamischen Video ihr Können.

Donnerstag, 15. April 2010

Von Heinzelmännchen und anderen Blöffer

Mit gepimpten Besen und eleganter Grazie kann man sehr wohl hochkarätig Unihockey spielen.

Wahre Freunde und Neider im Moment des Triumphes

Im Sport liegen Sieg und Niederlage nahe beieinander. Egal in welcher Sportart: am Ende der Saison gibt es immer einen Meister. Nur, was passiert in den Köpfen jener, die am erfolgreichen Team gescheitert sind oder selber gerne mal einen Titel gewinnen würden? Es ist manchmal schwierig diese Gedanken nachzuvollziehen. Beim FC Zürich habe ich diese Saison beides erlebt – Sieg und auch Niederlagen…vor allem Niederlagen. Als noch amtierender Schweizer Meister ist man das gejagte Team, jeder will den FCZ bezwingen. Vor allem weil man sich im letzten Herbst auch mit den besten Teams Europas messen durfte. Man darf nicht vergessen: gegen Marseille gab es zwei Niederlagen, gegen die Galaktischen aus Madrid auch. Gegen die AC Milan holte der FC Zürich vier Punkte!!! Nun, die Kommentare nach dem Ausscheiden des FCZ gingen von „Schämt Euch“, „Die Haut so teuer verkauft wie möglich“ oder „Der FC Basel hätte bestimmt besser abgeschnitten“...was soll man dazu sagen? Am besten gar nichts.

 

Nun liebe Freunde, dieses Phänomen erlebt man nicht nur im Fussball. Auch im Unihockey gibt es Neider, sehr viele sogar. Beispiele gibt es genug. In meiner Zeit als Sportchef beim UHC Dietlikon musste ich von anderen Sportchefs oder „Nicht-UHCD-Sympathisanten“ einiges einstecken. „Ihr chaufet alles zäme“, „Ihr machet de Unihockeysport kaputt mit oiere Transferpolitik“ oder noch besser „Ihr sind ja so arrogant und versprechet de Lüüt s’ Blaui vom Himmel demit ihr die beschte Spielererinne hole chönd“….ja das war der Tenor damals…ich musste gar nicht gross darauf reagieren, denn schliesslich sprachen die Ergebnisse und die Erfolge am Ende

einer Saison für sich. Ich bin überzeugt, dass auch die Verantwortlichen beim SV Wiler-Ersigen ähnliche Geschichten zu erzählen haben. Erfolge sind nun mal gute

Visitenkarten, vor allem bei Transfergesprächen.

 

Wenn ich heute die Tabellen der Herren und der Frauen SML anschaue, dann muss

ich schon etwas schmunzeln. Gewisse Vereine haben statt Fortschritte viel mehr Rückschritte gemacht. Aber gerade diese Clubs kritisieren immer wieder die Spitzenclubs oder setzen sich selber den Stempel „Topclub“ auf.  Strategien oder Methoden kann man nicht einfach kopieren. Man muss auch die Strukturen und das richtige Personal haben. Sonst geht’s in die Hose. Dies bekommen heute eben gewisse Vereine zu spüren. Das ganze ist vergleichbar mit all den Diäten: Es gibt keine universelle Kur, die allen hilft. Und wenn ich mit einer Methode 22 Kilo in drei Monaten abgenommen habe, heisst das nicht, dass mein Nachbar mit derselben Kur den genau gleichen Erfolg verzeichnet. Wiler-Ersigen arbeitet seriös. Dass Piranha Chur endlich Schweizer Meister geworden ist, wundert mich gar nicht. Ebenfalls nicht überrascht bin ich, dass die Red Ants wieder ein Topteam sind. Arbeiten und nicht beneiden, das ist der Schlüssel zum Erfolg. Wer am Ende Meister wird verdient Respekt und Anerkennung. Alles andere ist Kindergarten!

 

Die wahren Freunde und nicht die Heuchler sieht man gerade in solchen Momenten.

Bleibt mir also zum Schluss dem SV Wiler-Ersigen zum Titel und zum Top-Transfer von Henrik Quist zu gratulieren. Gratulation auch an die Red Ants aus Winterthur. Sie haben den Playoff-Final verloren. Der Verein hat aber im richtigen Moment einen Schnitt gemacht und einige titellose Saisons in Kauf genommen. Nun kommt man wieder dorthin, wo man hingehört. Gratulieren will ich aber vor allem Piranha Chur. Es wurde höchste Zeit, dass Spielerinnen wie Brigitta Wegmann und Sabrina Arpagaus Schweizer Meisterinnen geworden sind. Und dass in Chur neben Mirca Anderegg und den Kujala-Schwestern auch die U19-Weltmeisterinnen Flurina Marti, Corin Rüttimann oder Seraina Ulber einen grossen Anteil am Erfolg haben soll auch eine Botschaft sein. Teure Ausländerinnen mit grossen Namen können helfen nur bei Saisonbeginn als Transfersieger da zu stehen. Wenn man aber Meister wird mit hauptsächlich eigenen Juniorinnen…dann hat man doppelt gewonnen.

 

Giovanni Marti

Mittwoch, 14. April 2010

Miar wend uf Züri will..

Auch die Kinder aus Felsberg haben eine Trainingslektion im HB Zürich gewonnen. 

Freitag, 9. April 2010

Vinna eller försvinna

Am Samstagabend kommt es zum vierten Spiel in der Halbfinalserie zwischen meinem AIK und Qualisieger Caperiotäby. Weil wir an einem missglückten Osterwochenende gleich beide Spiele verloren, liegen wir in der Best-of-Five-Serie mit 1:2-Siegen hinten und stehen damit mit dem Rücken zur Wand. Die Ausgangslage für den Rest der Saison, die noch ein bis drei Spiele lang sein wird, ist denkbar einfach: „vinna eller försvinna“ (deutsch: gewinnen oder verschwinden). Oder anders ausgedrückt: Ab sofort ist verlieren verboten.

Mit einem überraschenden und erst noch klaren Auswärtssieg (4:9) starteten wir komfortabel in die Serie. Das ausgeruhte Täby sah sich bereits zu einem Strategiewechsel veranlasst: Anstatt wie gewohnt Hawaii-Unihockey mit raschem Angreifen zu praktizieren, zogen sie sich kompakt zurück und liessen bei ihren Auslösungen viel Zeit verstreichen. Dass sie im zweiten Spiel früh mit zwei Toren in Führung gingen, kam ihnen dabei entgegen und führte, in Kombination mit einem uninspirierten Auftritt unsererseits, zu einem verdienten, nur am Schluss in Frage stehenden Sieg (3:5). Im dritten Spiel am Ostermontag, wiederum in der grünen, engen Tibblehalle, ging es über weite Strecken ausgeglichen zu und her, was sich im Spielstand von 4:4 bis fünf Minuten vor Schluss niederschlug. Dann kam der Auftritt des ansonsten auf dem Feld eher blassen Danne Bron-Sundbom, und auf sein entscheidendes Tor folgten noch ein paar unbedeutende zum 8:4-Endstand.

Neben dem Feld hatte Sundbom allerdings einen ungleich grösseren Auftritt, als er dem schwedischen Blick, dem Expressen, ein Interview gab. Darin gab er seine Meinung zu AIK preis und sprach von „einer schweinischen, widerlichen Mannschaft voller Scheisse“. Weiter sprach er von einer „fürchterlichen Feindschaft“, die darin gründe, dass Caperiotäby vor einigen Jahren, als es noch Rasunda hiess, so etwas wie der kleine Bruder AIKs war. Auf dem Feld geht es zwar schon zur Sache, dies jedoch im Rahmen dessen, was ich als gewöhnlich und üblich halte in Playoffs. Jedenfalls ist die jetzige Serie in Bezug auf Intensität, Härte, Unsportlichkeiten und schlimmeren Körperchargen sehr gemässigt im Vergleich zu unserer Viertelfinalserie gegen Falun. Da sprachen die Schiedsrichter beispielsweise im dritten Spiel 59 Strafminuten aus, darunter eine Matchstrafe, eine Zehn- und zwei Fünfminutenstrafen. Oder in Telegrammform: AIK 8x2 min 1x10 min, Falun 5x2 min 2x5 min 1 matchstraff.

Körperlich an die Grenzen stiess auch unser Trainer Ulf Hallstensson, der im entscheidenden fünften Viertelfinalspiel nach zwei Dritteln mit Schmerzen in der Brustgegend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Seither ist er auf dem Weg zur Besserung, hat jedoch gesundheitlich bedingt das erste und das dritte Spiel der Halbfinalserie verpasst. Letzteres kurzfristig, so dass der mit einem Kreuzbandriss im Dezember ausgefallene Spieler Mats Carlsson als Assistenztrainer einspringen musste (siehe Bild).

Auch nach dem vermeintlichen Ende seiner Karriere sorgt Niklas Jihde für die grössten Schlagzeilen: Beruflich ist er als Reporter vom Spielfeldrand aus Eishockeyspieler am interviewen, Unihockey spielt er seit Ende Januar wieder, um mit Linköping den Aufstieg in die Superligan zu schaffen. Am Samstag vor zwei Wochen kam es zwischen diesen beiden Tätigkeiten zu einer Terminkollision. Dies veranlasste Linköping dazu, das entscheidende Aufstiegsspiel auf Morgens um 11 Uhr anzusetzen, damit Jihde zwei Drittel lang mittun konnte, bevor er mittels Privatjet ans Nachmittags-Eishockeyspiel geflogen werden konnte. Gelohnt hat es sich, mindestens sportlich, denn Jihde hat mit den Toren zum 2:0 und 3:0 den Weg zum Aufstieg geebnet.

Emanuel Antener

Mittwoch, 7. April 2010

Ausverkauf einer Damenmannschaft!

Aus wirtschaftlichen Gründen wird die Damenmannschaft von Balrog B/S IK Ende der Saison aufgelöst. Als Randnotiz erschien diese Meldung vor einigen Tagen in den schwedischen Medien.

Brisant dabei ist, dass die Mannschaft von Balrog mit Topspielerinnen gespickt ist. Nicht wenige des Teams spielen in der Nationalmannschaft. Die Ränge 1, 4 und 8 der Skorerliste der schwedischen Meisterschaft tragen das Tenu des Traditionsvereins. Emilie Lindström hat diese Saison 90 Skorerpunkte gesammelt und hat damit fast 30 Punkte mehr auf ihrem Konto als die Zweitplatzierte. Weitere Spitzenspielerinnen, welche noch bis Ende Saison in den Diensten von Balrog wären da zum Beispiel:

 

Hermine Dahlerus, die Stürmerin, die schon im Kader von Piranha Chur figurierte und welche seit Jahren das Damenunihockey in Schweden dominiert,

 

Lisah Samuelsson, ein erfahrene und spielstarke Verteidigerin, welche an der letzten WM ins All Star Team gewählt wurde,

 

Amanda Wendelstig, die Stürmerin, welche als Fotomodell der Liga gilt und welche folgerichtig von sämtlichen Ausrüstern heiss umschwärmt wird.

 

Nun geht das Rennen also los. Eine Bereicherung für die Schweiz wären sie sicher alle. Übernimmt jemand das gesamte Team? Sollte Dietlikon nach dem erstmaligen Verpassen des Playofffinals seit neun Jahre wieder etwas aufrüsten? Möchte Rolf Kern mehr als zwei Ersatzspielerinnen auf der Red Ants Bank? Oder haben nicht die Wizards und Zug noch etwas Personalsorgen? Man darf gespannt sein, welche der genannten Damen in der kommenden Saison in der Schweiz aufläuft.

 

Das legendäre Balrog Matchtenu gibt es übrigens hier.

Sonntag, 4. April 2010

Der plötzliche Tod.

Anders als die Finalserie in der Schweiz ist die Halbfinalserie in Schweden sehr ausgeglichen. Storvreta gleicht mit dem Auswärtssieg gegen Warberg in der Serie aus. Das Video mit den besten Szenen und dem plötzlichen Tod in der Verlängerung gibt es hier.